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Stellungnahmen des RCDS-Bochum

VRR-SEMESTERTICKET: Kurzfassung

DIE FRAGE IST: SOLL DER ASTA DAS NEUE ANGEBOT AKZEPTIEREN?

WAS SAGEN DIE ZAHLEN?
Im WiSe 2015/16 soll das VRR-Semesterticket um 12EUR und dann jeweils
zum SoSe bis 2019 um 2,70EUR teurer werden. Dazu käme jährlich die übliche                                                                                       prozentuale Preisanpassung (2015: 3,8%). So kommt man auf 158,12EUR                                                                                 (26,36EUR pro Monat) für das SoSe 2019. Insgesamt würde das Ticket 43,76EUR                                                                                                                                                                     (7,30EUR pro Monat) mehr kosten als jetzt. Das wäre ein Preisanstieg von 38,3%                                                                                                                                                             insgesamt bzw. durchschnittlich 4,13% pro Semester, und somit kein geringer Anstieg!

Rechnet man diese Verteuerung allerdings um, so muss ein Studierender
durchschnittlich jedes Semester 5,47EUR (0,92EUR jeden Monat) mehr
zurücklegen im vergangenen. Das halten wir noch für hinnehmbar!

ABER:
(1) Das Ticket würde nicht zu jedem Semester um den gleichen Satz
angepasst, sondern bereits zum kommenden WiSe stünde über die Hälfte
des Gesamtanstiegs bevor.
(2) Gleichzeitig kostet es bereits jetzt 4,20EUR (0,70EUR pro Monat)
mehr als im letzten WiSe.
(3) Dass der VRR bei den ‚Extras‘ entgegenkommt, ist begrüßenswert,
allerdings größtenteils ‚Symbolpolitik‘.

Das Young-Ticke in der Preisstufe D kostet 2015 pro Semester 660,00EUR
(110,00EUR pro Monat). Beide Tickets sind nur bedingt vergleichbar:
Trotzdem können wir uns nicht ganz schadlos halten. Schließlich
schwimmen die Auszubildenden gewiss ebenfalls nicht im Reichtum.

Es besteht keine Verhandlungsbereitschaft mehr, zumal für uns als
Pendleruni das Ticket wegen der mangelhaften Parksituation praktisch
unumgänglich ist.
Gerade aus sozialer Sicht stößt die Preiserhöhung unangenehm auf, ist
doch erst zum WiSe 2016/17 eine BAFöG-Erhöhung zu erwarten. Zwar
trifft gerade die weniger Begüterten die Preiserhöhung, ein Scheitern
der Verhandlungen ist ihnen aber auf keinen Fall zuzumuten.

Wir empfehlen daher vor allem aus dem genannten Solidariäts-Aspekt die
Annahme dieses aus unserer Sicht hinnehmbaren VRR-Angebotes!

 

VRR-SEMESTERTICKET: Langfassung

Der VRR hat den bisherigen Vertrag des Semestertickets zum kommenden
WiSe gekündigt. Mit dem neuen Angebot sollen die Studierenden stärker
zur Kasse gebeten werden.
DIE FRAGE IST: SOLL DER ASTA DAS NEUE ANGEBOT AKZEPTIEREN?

WAS SAGEN DIE ZAHLEN?
Im beginnenden SoSe kostet das VRR-Semesterticket 114,36EUR (19,06EUR
pro Monat).
Für die kommenden vier Jahre sind außerordentliche Preiserhöhungen
vorgesehen: Im WiSe 2015/16 soll es um 12EUR (2EUR pro Monat) und dann
jeweils zum SoSe bis 2019 um 2,70EUR (0,45EUR pro Monat) teurer werden.
Dazu kämen – vor der SoSe-Erhöhung – jährlich die übliche
prozentuale Preisanpassung. Zum 1. Januar 2015 betrug sie 3,8%.
Überträgt man diese _“moderate Preissteigerung“_
(http://www.vrr.de/de/vrr/presse/meldungen/archiv/2013/00742/index.html)
auf die folgenden Jahre, so kommt man auf 158,12EUR (26,36EUR pro Monat)
für das SoSe 2019.
Insgesamt würde das Ticket in vier Jahren 43,76EUR (7,30EUR pro Monat)
mehr kosten als jetzt. Das wäre ein Preisanstieg von 38,3% insgesamt
bzw. durchschnittlich 4,13% pro Semester. Es kann also nicht von einer
geringen Erhöhung gesprochen werden!
Rechnet man diese Verteuerung allerdings um, so muss ein Studierender
bei gleichbleibendem Einkommen durchschnittlich jedes Semester 5,47EUR
(0,92EUR jeden Monat) mehr zurücklegen im vergangenen.
Das halten wir noch für hinnehmbar!

ABER:
Zur Aussage, diese _“außerordentliche Erhöhung des Monatspreises von
3,80EUR [sei] mittels einer Verteilung auf insgesamt 4,5 Jahre
sozialverträglich gestaltet“_
(http://www.vrr.de/de/service/semester/index.html), muss klargestellt
werden:
(1) Das Ticket würde nicht – wie in unserer Umrechnung angenommen – zu
jedem Semester um den gleichen Satz angepasst, sondern bereits zum
kommenden WiSe stünde über die Hälfte des Gesamtanstiegs bevor.
(2) Gleichzeitig kostet es bereits jetzt 4,20EUR (0,70EUR pro Monat)
mehr als im letzten WiSe. Das sind immerhin fast 56% mehr als man in den
folgenden SoSes für sozialverträglich hält.
(3) Der VRR betont, den Studierenden bei den ‚Extras‘, wie z.B. der
kostenlosen Personenmitnahme, entgegenzukommen. Das ist begrüßenswert,
allerdings größtenteils ‚Symbolpolitik‘, werden diese Extras doch kaum
genutzt und tun dem VRR somit nicht weh.
(4) Dass man die jährliche prozentuale Anpassung vor der
2,70EUR-Erhöung durchführen wolle, fällt ebenso wenig ins Gewicht:
Nach unserer Rechnung erspart dies den Studierenden in den ganzen neun
Semestern nämlich ganze 1,70EUR….

Verglichen wird unser Ticket oft mit dem Young-Ticket. Auch hier fanden
in der Vergangenheit sukzessive Preisanpassungen statt, sodass es in der
Preisstufe D 2015 pro Semester 660,00EUR (110,00EUR pro Monat) kostet.
Zwar sind aufgrund der unterschiedlichen Einkommenssituation zwischen
Auszubildenden und Vollzeit-Studierenden beide Tickets nur bedingt
vergleichbar: Trotzdem finden wir, können wir uns nicht ganz schadlos
halten, wenn der VRR meint, jungen Menschen die Preise zu erhöhen.
Schließlich bezahlen die Auszubildenden mehr als das Fünffache unseres
Preisen und schwimmen gewiss ebenfalls nicht im Reichtum.

Weil viele ASten bereits ihre Zustimmung bekannte gaben, besteht keine
Verhandlungsbereitschaft mehr, zumal für uns als Pendleruni – und das
weiß der VRR – das Ticket wegen der mangelhaften Parksituation
praktisch unumgänglich ist.
Gerade aus sozialer Sicht stößt die Preiserhöhung unangenehm auf, ist
doch erst zum WiSe 2016/17 eine BAFöG-Erhöhung zu erwarten. Doch
gerade deshalb muss das Ticket aus Solidarität mit weniger begüterten
Kommilitionen, die sich kein eigenes Auto leisten können, unbedingt
erhalten bleiben: Zwar trifft sie die Preiserhöhung unangenehm, ein
Scheitern der Verhandlungen ist ihnen aber in keiner Weise zuzumuten.

WIR EMPFEHLEN DAHER VOR ALLEM AUS DEM GENANNTEN SOLIDARIÄTS-ASPEKT DIE
ANNAHME DIESES AUS UNSERER SICHT HINNEHMBAREN VRR-ANGEBOTES!

 

Verfasst von Matthias Arthkamp und Jonas Lambertz im Auftrag des Vorstandes.